Videocattedra “Antonio Rosmini“ | Videolehrstuhl "Antonio Rosmini"
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Die erste der beiden Sektionen dieses „Videolehrstuhls“ widmet sich ausschließlich dem Rosminischen Denken und schlägt einen neuen interpretativen Zugang vor: es geht darum, Rosmini direkt in unsere Zeit hineinsprechen zu lassen, seine Stimme heute lebendig zu machen. Dies ist durchaus nicht die klassische Weise, die darin besteht, die verschiedenen Sachbereiche des Rosminischen Denkens nach den jeweiligen Einzelaspekten aufzuteilen und sie getrennt voneinander zu behandeln. Hieraus ergäbe sich vielmehr einen „politischen Rosmini“, einen „juristischen Rosmini“, einen „metaphysischen Rosmini“ usw., ohne dass daraus die Denkform deutlich würde, welche diese ganzen Bereiche durchdringt und ihnen jenen Charakter verleiht, Teil der einzigen und globalen Gesamtperspektive Rosminis zu sein. Diese „neue Interpretation“ Rosminis ist davon überzeugt, dass nur dann, wenn es gelingt, den „Geist“ des Rosminischen Denkens hinter dessen verschiedenen Anwendungen auf den politischen, ökonomischen, sozialen ecc. Bereich zu entdecken, es auch möglich wird, im Rosminischen Text weiterführende Anhaltspunkte und Reflexionen für die aktuellen Probleme auf allen Ebenen des „Sozialen“ heute auszumachen.

Genau hierin besteht das Projekt der „anderen Metaphysik“: Rosmini schrieb seine Metaphysik nicht aus purem theoretischen Interessen, sodass daraus eine weltabgewandte, nicht anwendungsfähige Metaphysik resultierte, sondern er war davon überzeugt, dass nur eine solide umfassende und einheitliche Perspektive dem Denken den notwendigen Grund verleiht, um die sozialen und angewandten Probleme konfrontieren zu können.

In diesem Sinn ist der Lehrstuhl „Antonio Rosmini“ daran interessiert, das Denken Rosminis in der doppelten Stoßrichtung zu betrachten, einerseits dessen theoretisch-metaphysischen Begriffe zu eruieren, um die Denkform Rosminis sodann in allen Bereichen seines praktischen Denkens herauszustellen – vornehmlich in dessen politischem, ökonomischem, juridischem, anthropologischem und kulturellem Aspekt.

In didaktischer Hinsicht werden die Kurse auf verschiedenen Niveaustufen angelegt: einerseits führen sie in das Rosminische Denken ein und stellen die notwendigen Instrumentarien bereit, um dieses verstehen zu können. Andererseits werden auch die schwierigeren Aspekte der Systematik dieses Denkers unter die Lupe genommen und dessen Beitrag als einen gültigen und konsistenten Beitrag zur aktuellen philosophischen und sozialethischen Debatte dargestellt.

Für die televisive Realisierung dieses Programmes wurde ein wissenschaftlicher Beirat um den Rosmini-Lehrstuhl herum eingerichtet, der aus folgenden bekannten Rosminiforschern besteht: Salvatore Muscolino, Giulio Nocerino, Gian Luca Sanna, Silvio Spiri, Samuele Tadini und Markus Krienke.

Diese Kenner des Rosminischen Denkens präsentieren das Projekt der „anderen Metaphysik“ gemäß sieben Grundausrichtungen:

(1) das erkenntnistheoretisch-epistemologische Denken

(2) die philologische Grundfragestellung

(3) das politische Denken

(4) das ökonomisch-juridisch-kulturelle Denken

(5) das anthropologische Denken

(6) das philosophisch-theologische Denken

(7) das metaphysisch-theosophische Denken

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www.cattedrarosmini.org